Eine industrielle Steuerungsarchitektur zur Überwachung und Fernsteuerung physischer Anlagen — Stromnetze, Pipelines, Wasserversorgung, Fertigungslinien.
Was es ist
SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition. Es ist die Schicht industrieller Software (und die darunterliegende Sensor- / RTU- / PLC-Infrastruktur), die einem Operator zeigt, was Anlagen im Feld tun, und ihre Steuerung aus einem zentralen Raum erlaubt. Zu finden in Stromnetzen, bei Wasserversorgern, in Öl & Gas, in der Fernwärme, in der Bahn-Signaltechnik und in der Fertigung.
Was auf der Wand zu sehen ist
Mimik-Schaubilder der physischen Anlage (Umspannwerke, Pipelines, Ventile, Leistungsschalter), Live-Telemetrie jedes Messpunkts, nach Kritikalität sortierte Alarmlisten, Trends und Sparklines, Wetter-Overlays. Das Schaubild ist die maßgebliche Datenquelle — jede Operator-Entscheidung beginnt mit der Frage „Was zeigt das Diagramm?".
Warum es wichtig ist
Industrieunfälle korrelieren stark mit Lücken im Lagebewusstsein. Eine gut angesteuerte SCADA-Wand, die bei Vorfällen in ein Lagezentrum eingespeist wird, macht den Unterschied zwischen einer eingedämmten Störung und einem regionalen Ausfall. Siehe auch NOC.